Tag 11 | 19.Juni.2019 | Mittwoch

Zuerst geht es per Bus nach Kranj, etwa 8 km entfernt von unserem Hostel. Die Entscheidung fiel spontan, wann der Bus abfahren würde wußte keiner der beiden, online war nichts zu finden. Kay schaute sich an der Bushaltestelle nach einem Fahrplan um, kam aber mit leeren Händen zurück, nun war Mae an der Reihe.

Voila! Mae war fand den Fahrplan, der Bus komme in 10 min.

Und mit einem mal haben die beiden es Eilig.

Das gefällt mir an den beiden, der Wettbewerb wer Informationen als erster Beschaffen kann.  

Ihr fragt euch vielleicht, warum wir überhaupt in Kranj gelandet sind?

Das entsprang keiner Planung. Angesichts des vorhergesagten Regens suchten wir eine trockene Übernachtungsmöglichkeit in Richtung der Hauptstadt. Ein Hostel kostet hier kaum mehr als Campen, da war die Entscheidung schnell getroffen. 

Keiner war scharf darauf Kranj zu Fuß unsicher zu machen. Sie machen sich mit dem Fern Bus auf in das 30 min entfernte Ljubljana und nehmen an Helenas `Free City Walking tour` teil. Bereits in Prag hat ihnen das sehr gut gefallen, und auch heute durchstreifen die beiden interessante 2 Stunden die Straßen und Gassen dieser historischen Stadt. Leider erwischt uns unvermittelt ein kühler Regen, was den fehlenden Schirm angeht lest ihr später noch. 

Angeblich wurde hier das Rad erfunden, aber wer kann das schon mit Sicherheit sagen. Die Vergangenheit hier war voller Veränderungen und Herausforderungen. Die Architektur ist stark von den Italienern beeinflußt. In Ljubljana gibt es unzählige Bauwerke die der ortsansässige berühmte Architekt Jože Plečnik erschuf. Im Zentrum befindet sich die berühmte dreifache Brücke `Tromostovje`. Bei der Überarbeitung des in die Jahre gekommenen Bauwerks fügte er zwei schmalere Brücken linker- und rechter Hand hinzu. Zuvor mußten sich Gefährte und Fußgänger in beiden Richtungen einen Weg teilen. In Zeiten steigenden Verkehrsaufkommens und noch ohne Gewöhnung an die neuen, schnellen motorisierten Fahrzeuge kam es mehr und mehr zu schweren Unfällen. Nach Eröffnung der neuen Brücken konnten die Fußgänger dann sicher vor dem Verkehr Rechtsseitig in Richtung Burg, und Linksseitig zurück in die Altstadt spazieren.

Teil ihrer Führung war auch der Blick in die bemerkenswerte Universitätsbibliothek, auf die im Zweiten Weltkrieg ein Deutsches Militärflugzeug stürzte. Im Krieg fehlte winters das Brennmaterial,Gebäude zum Glück am Tage des Unglücks geschlossen. Nur ein leider übereifriger Stunden wollte ein Buch zurückbringen und kam wie die beiden Piloten zu Tode. 

Der traditionelle Lebensmittelmarkt beeindruckt ebenso wie die historische Altstadt und eine Kopie des römischen Trevi Brunnens.

Zurück in Kranj müssen die beiden, mit noch regenfeuchten Shirts, in der Abendkühle am Busbahnhof warten. Erst nach Eineinhalb Stunden kommt der letzte Bus.

Müde und hungrig kommen sie bei mir im Hotel Robinson an. Mae brüht sofort heißen Kaffee, während Kay sich noch zu später Stunde noch ins Abenteuer stürzt.

Das Leitungswasser hier ist die ersten Minuten noch trübe, was wohl an den Mineralien der umliegenden Berge liegen mag. Unser Hauswirt lobte die gute Qualität des Wassers, aber bei seinem etwas abgerissenen Anblick kamen Kay doch Zweifel. 

Eine gute Gelegenheit erstmals den Wasserfilter KATADYN auszuprobieren-der funktioniert ganz prima. Kay erstand diesen Teil der Ausrüstung, um beim Zelten fernab der Zivilisation stets genügend Trinkwasser zur Verfügung zu haben. 

Per Handpumpe wird das Wasser durch einen speziellen Keramikeinsatz gepreßt; Dieser filtert Bakterien und Ablagerungen heraus. Das Ergebnis ist klares Wasser guten Geschmacks. Prost!

Pfiadi, H1.