Tag 17 | 25.Juni.2019 | Dienstag

R fährt uns in die Altstadt von Zagreb, von Dort laufen wir zum historischen Schrägaufzug nahe des Lotrščak Turm.

Die Fahrt kostet nur etwa umgerechnet 0,60€, aber wir haben keine Euro. Zu bezahlen kann man aber weder mit Karte noch in € und Kroatische Währung `Kuna` haben wir noch nicht. Die extra mitgenommen Busfahrkarten von V gelten hier leider doch nicht.

Die nächste Abfahrt steht unmittelbar bevor als uns der Fahrkartenverkäufer in unsere langen Gesichter schaut und Kay nachdrücklich ein leises aber zackiges “Gogogo…” zuwirft. Also beeilen wir uns rein in das betagte Schienenfahrzeug österreichischer Produktion. 

Das fühlt sich wie Reste des Sozialistischen Jugoslawiens an. Die überaus gemütliche Fahrt dauert kaum eine Minute, und das Treppensteigen nur unwesentlich länger. Oben angekommen wir und versammeln sich mehr und mehr Touristen nahe der Haltestelle am Lotrščak-Tower.

Heute ist Kroatischer Unabhängigkeitstag, wir sind mitten in der Stadt und haben den seit 142 Jahren alltäglichen (!) Salutschuss über die Stadt um 12 Uhr gespürt/gehört sowie eine Militärparade gesehen (selbst zu Kriegszeiten blieb dieser nie aus).

Nun geht es wieder runter, durch den Grič Tunnel. Dort ist es angenehm kühl. Wir trinken frisch gepressten Saft und laufen zu einem nahen Park.

Dort holen uns L und D ab, wir fahren den Berg hoch in ein Naherholungsgebiet wo wir in einem einfachen Wirtshaus ein vorzügliches traditionelles Essen einnehmen. Der salzige, strudelartige Nachtisch bringt uns fast zum platzen, und so fahren wir ganz hoch auf den Berg zum monumentalen Fernsehturm über Zagreb auf 1031 m über NN, 1976 im Sozialismus gebaut, 169 m hoch, noch immer in Betrieb – wenn auch inzwischen sehr marode. Leider können Besucher nicht hinauf, das geplante Panoramarestaurant in 80 m Höhe wurde nie eröffnet.

Wir genießen die Kühle Luft und den Ausblick bevor wir wieder zu V und R fahren um den 2. Süßen Nachtisch, Mohn- und Walnusskuchen zu kosten. Für R und Kay folgt ein kühles Bier aufs andere, V und Mae trinken `Bambus`. R repariert mit Kay noch die gebrochene Zeltstange, mal sehen ob es hält. Bevor uns der Alkohol zu träge werden lässt planen die beiden final die morgige Route und buchen ein günstiges Hostel. Danach sitzen wir am letzten gemeinsamen Abend noch bis 23 Uhr und genießen den glitzernden Ausblick auf Zagreb. 

Bye aus Zagreb, euer H1.