Tag 18 | 26.Juni.2019 | Mittwoch

Die beiden erwachen gegen 8 Uhr wie erschlagen. „Wir haben gestern in der Hitze kaum Wasser getrunken, und den Tag davor auch wenig“ jammert Mae. Das stimmt. Ab zum Wasserhahn und erst mal große Gläser gefüllt. Schnell einen Kaffee auf der noch schattigen Dachterrasse, dann kann das Wunder des zusammenrichten und einpacken  beginnen. Leider steht die GS in der prallen Sonne, aber der Sonnenschirm von Rs Mum ist schnell dorthin geschafft. 

Trotzdem werden die beiden erst nach dem alles beladen ist kurz vor Abfahrt in die Dusche steigen, auch im Schatten in kurzer Hose kommt man bei 33 Grad da kräftig in Schwitzen.

R und V sind schon zur Arbeit, ihre Sorge über unser Frühstück ist schnell erledigt. “Ihr wisst ja wo die Küche ist, bedient euch, ihr findet bestimmt alles,” sagt sie.

Auf der Reise erreicht Kay schon der zweite Anruf von Bernd aus der Heimat. Ob alles ok ist und wo wir sind will er wissen. Bernd hatte uns angeboten bei Pannen, Unfall oder was auch immer passieren könne die GS und uns mit dem Anhänger aus bis zu 1000 km Entfernung nach Hause zu holen. Egal wann, egal wo. Diese Distanz (Kay misst das in Luftlinie) haben wir noch nicht erreicht. Bernd hat jetzt sogar auf  1100 km aufgestockt. Sollten wir in Monaten auf den Philippinen feststecken, könne er sich auch vorstellen uns dort zu `helfen`. Kay solle sich nochmal melden wenn die 1100 km überschritten sind & er dann von seiner Verpflichtung erlöst ist sei.

Kay´s früherer Abteilungsleiter Franz hatte ebenfalls angeboten uns jederzeit, Tag oder Nacht, bis aus Österreich zurück zu holen.

Danke Franz, das musste Zum Glück nicht sein.

Mentalität, Kultur und kulinarische Prägung der bisher bereisten Länder SLO und KRO sind ganz ähnlich. Natürlich hat jeder den besten Wein, Wurst und Rakja (RAKJA -connecting People). Gewicht zu reduzieren wie geplant ist uns bisher nicht gelungen-eher das Gegenteil. 


Gefahrene Kilometer: 233 km.

Stunden Unterwegs: 6 Std.

Bis zu 33 Grad C Hitze in Zagreb machen Mae und besonders Kay zu schaffen. Frisch geduscht und mit langsamen Bewegungen und ‚cool bleiben‘ geht es ganz gut. Im Decathlon in Zagreb ist es angenehm klimatisiert. Mae benötigte eine Jogginghose und eine Tasche für den ESBIT. Aber wir müssen wieder raus in die Gluthitze. Ein kurzer Besuch in der ‚Sarajevska 29‘ um Kays früheren Schulungsteilnehmern ein paar Fragen zu klären, schon geht es weiter zu einem traditionellen Mahl. Es ist reichlich und reicht beiden auch zum Abendessen. 

Bis zu 33 Grad C Hitze in Zagreb machen Mae und besonders Kay zu schaffen. Frisch geduscht und mit langsamen Bewegungen und ‚cool bleiben‘ geht es ganz gut. Im Decathlon in Zagreb ist es angenehm klimatisiert. Mae benötigte eine Jogginghose und eine Tasche für den ESBIT. Aber wir müssen wieder raus in die Gluthitze. Ein kurzer Besuch in der ‚Sarajevska 29‘ um Kays früheren Schulungsteilnehmern ein paar Fragen zu klären, schon geht es weiter zu einem traditionellen Mahl. Es ist reichlich und reicht beiden auch zum Abendessen. 

Rastoke, Slunj

Die Strecke von der Hauptstadt Zagreb nach Karlovac flitzen wir über die Autobahn, es gäbe wohl dazwischen nichts zu sehen. Leider haben wir auf 30 km der malerischen Bundesstraße zu den Wasserfällen von Rastoke einem Militärkonvoi vor uns und keine Chance zu überholen oder sinnvollerweise auf andere Strecken auszuweichen. 

Zwischen dem Karlovac und dem Plitvicer Seen Nationalpark befindet sich eine Stadt namens Sunj, in der sich Rastoke befindet, ein Dorf, das für den Fluss Slunjčica bekannt ist und bei Rastoke in den Fluss Korana mündet. Es ist manchmal als “die kleinen Seen von Plitvice” bekannt und ist durch den Fluss Korana mit den Plitvicer Seen verbunden. Rastoke ist bekannt für seine wasserbetriebenen mechanischen Mühlen.

Nach einem Picturepicture-Stopp am Bergkamm fahren wir durch die malerische Landschaft weiter zum Hostel. Es kühlt auf angenehme 20 Grad C ab, Nebelschwaden in den kühlen Senken lassen Mae und Kay an Filmszenen denken.

Auf den Straßen sind wir fast alleine, die Dörfer sind wie ausgestorben im 9 Uhr am Abend. 

Das Hostel ist schnell gefunden, direkt an der Straße sticht es heraus durch sein frisches Lemonen Grün.  Tomislav hatte uns per Textnachrichten versichert unser Gefährt in der Garage unterzustellen, direkt dort hielten wir an. Kaum abgestiegen wurden wir schon freundlich begrüßt, er hat uns natürlich kommen gehört. Schnell entschied sich Mae für das Zimmer MIT Balkon, Kay freute sich dass es hinten liegt, weniger Lärm von der Straße. 

In Rastoke fragte Kay bei Tomislav an wo man in der Nähe des Hostels zu später Stunde noch (kühles Bier) einkaufen könne. Keine Chance hier, aber Tomislav stellte extra 3 eisgekühlte Flaschen schmackhaften Krusovicer Bier bereit – vielen Dank, die wurden alle vernichtet.

Mae und Kay genießen den Rest vom heutigen Mittagessen und lernen Diego aus Mexico kennen. Er studierte in Mailand und reist nun schon seit einigen Monaten quer durch Europa. Diego ist 22 Jahre jung und findet Arbeit überwiegend in Hostels, für Kost und Logie sowie ein Taschengeld. 

Wir tauschen uns aus über Europa, die Deutschen, das Leben auf den Philippinen und in Mittel- und Südamerika. 

Mae und er entdecken Gemeinsamkeiten ihrer Muttersprache. Es ist sehr interessant seine Sicht der Verhältnisse im heutigen Europa und die Animositäten der Europäer verschiedener Herkunftsländer untereinander zu diskutieren. Lange sprechen und lachen wir über die Ordnungsliebe, Pedanterie und Pünktlichkeit der Deutschen (exklusive Kay). Interessant ist dass er sein ziemlich gutes englisch ausschließlich auf der Reise erlernte. 

Ein Leben in nördlichen Ländern wie z.B. Deutschland oder Kanada kann er sich bei allen ökonomischen Vorteilen wegen der Kälte und Dunkelheit absolut nicht vorstellen. Er wundert sich insbesondere wie wir das aushalten. Nach einem abschließenden Espresso wundern wir uns das es schon 1 Uhr in der Früh´ ist und hüpfen in unsere Betten.

Kay hat inzwischen die Intercoms der Helme, Powerbank und Stirnlampen aufgeladen. Visiere reinigen, Klamotten und Stiefel auslüften auf dem Balkon, allabendliche Fahrtvorbereitungen.

Gute Nacht, euer H1.