Tag 80 | „I gLOVE you! “

Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on pocket
Share on email
Share on whatsapp

27.August, Dienstag

Das gestrige Tagesziel konnten wir nicht erreichen, Heute geht es also weiter zur „Vikos Schlucht“. Schon kurz nach dem Start halten wir an, der Ausblick auf die Berge ist zu schön um wahr zu sein! Einige Kilometer später…

Mae: „Whoops, wo sind meine Handschuhe?“

Kay: „Und das fällt dir JETZT erst auf?“

Zum Glück fielen die Handschuhe erst kurz zuvor vom Bike, sie lagen gut sichtbar mitten auf der Straße. Als wir viele Kilometer später überhitzt im nächsten Dorf ankommen ist es Zeit für Eiskaffee. Unser Ziel liegt nur gut eine Stunde entfernt, dort werden wir uns nach der nächsten Mahlzeit umschauen.

Los geht’s! Es gibt so viel zu sehen auf den kurvenreichen Sträßchen durch die Berge, wir fahren und fahren. Mae filmt und filmt. Nach gut 40 Minuten:

„Wo sind meine Handschuhe?“ Beim filmen fielen ihr dann doch irgendwann die nackten Finger auf.

„Schon wieder?“ Entgegnet Kay, nachdem es das zweite Mal an einem Tag ist.

Er wollte die Lederhandschuhe nicht verloren glauben. So drehten wir erneut um. Heute früh dauerte die Suche nicht lange, vielleicht haben wir Glück und sie liegen hinter der nächsten Kurve, oder im Café. Aber nein, diesmal nicht. Inzwischen ist es 15 Uhr, und die beiden sind sehr hungrig. Zu Essen gibt es hier eigentlich nichts, gebrutzelt wird nur für den Eigenbedarf. Mit Hilfe von Google translator erklären wir den verwunderten Dörflern warum wir wieder hier sind. Mae überzeugt sie sogar für uns ein Mittagessen zu kochen: Souflaki, Pommes Frittes und Salat sind jetzt genau das richtige.

Satt wären sie also, aber ohne Handschuhe. Ersatz ist ganz tief unten in einem Koffer verpackt. Aber in welchem, rechts oder links? Das Glück ist uns heute nicht mehr hold, also müssen sie beide Packtaschen nahezu komplett auspacken. Beide vereinbaren „Kein Wort mehr darüber“, der Tag war sch… genug, Streit muß nicht sein. 

An Mae’s Vergeßlichkeit ist Kay längst gewohnt. Es ist keine Absicht, warum auch? Die Gründe liegen wo anders. Kay gestand ihr aber nun: „I gLove you!“ – um sie etwas zu necken. Mae erwidert, ob das nun die Retourkutsche sei 🙂

Weiter geht es zum „Vikos Canyon“. Eine der tiefsten Schluchten unserer Erde. Ein heftiges Gewitter droht aufzuziehen. Wir wagen es dennoch. Die GS beim nahen Gasthaus, unter den Augen des freundlichen Besitzers abgestellt, marschieren wir zügig durch das zerklüftete Gelände zum Aussichtspunkt. Die 5 km über Stock und Stein haben sich gelohnt, der Ausblick ist wahrlich majestätisch. So etwas haben Mae und Kay noch nicht gesehen.

Die Wolken entladen sich nur in der Umgebung, mehr als ein paar Tropfen und gewaltiger Wind sind nicht zu spüren. Zurück am Gasthaus, wo der Wirt unsere Stiefel vorsichtshalber unter Dach gestellt hat, halten wir schnell ein kühles Getränk in Händen. Sogleich beratschlagen beide zügig wie, und ob, es heute weitergeht. Bald wird es dunkel, der Campingplatz ist zu weit entfernt, bezahlbare Unterkünfte nicht zu finden und das Unwetter kann uns heute noch jederzeit erwischen. Die Kombination müde-dunkel-Gewitter-fremde Straßen scheint wenig verlockend, sogar gefährlich. Der Gastwirt bietet uns zum wiederholten Male freundlich ein Zimmer in seinem blitzsauberen Hause an, doch Kay taktiert. Zwar gibt es quasi keine Alternativen im Umkreis einer knappen Fahrstunde, aber trotzdem: Gut erkennbar sucht er in der Karten-App, beide diskutieren… Nach einiger Zeit klappt es: 30% Rabatt, wir drei schlagen zu! Schnell die GS unters Vordach geschoben, das nötige Gepäck aufs Zimmer getragen (naja, geschleppt) und erst mal raus aus den Klamotten. Zum Abendessen gibt es Forelle mit Kartoffeln, erstaunlicherweise bezahlbar hier oben in den Bergen. 

Unser Blick aus den Fenstern endet im tiefschwarzen nirgendwo zwischen den griechischen Bergen. Stille. Nur der kühle Wind rauscht um die Dachziegel. In der Ferne hört man Kojoten jaulen…Quatsch! 😎

Dunkel und windig isses, wir fallen todmüde in die Laken unseres großen, weichen Bettes.

Gudd’s Naechddle‘ (Das war schwäbisch)

Euer Berg, H1

Share the

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on pocket
Pocket
Share on email
Email
Share on pinterest
Pinterest
Share on whatsapp
WhatsApp

More to Read

No Comments

Join the Conversation

%d bloggers like this: